„Wenn ich den See seh', brauch ich kein Meer mehr“

Viele Deutsche nutzen die südlichste Region Badens zum Kurztrip, um sich vom Alltag zu entspannen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Warum? Wenn man nicht weiß, dass dieses Fleckchen Erde auch zu Deutschland gehört, würde man spontan auch nicht darauf kommen. War man einmal am Bodensee, kommt man oft wieder, denn es ist einfach wunderbar mit einem Glas Müller- Thurgau die silbernen Reflexe des Sees und die Alpen im Hintergrund zu bewundern.

Der südlichste Weinanbau Deutschlands

Auf einer kleinen Fläche treffen Deutschland, Österreich und die Schweiz aufeinander: dem Bodensee. Gegenüber vom Alpenvorland auf der badischen Seeseite liegen die südlichsten Sonnenhänge von ganz Deutschland. Diese profitieren von der Energie der Sonnenstrahlen, die der See durch die Wasserspiegelung auf natürliche Art und Weise erhöht und wiederrum an die Umgebung abgibt. Außerhalb der Weinbergsfläche des 60 Kilometer breiten und 90 Kilometer langen Sees gibt es auch im etwas abgelegenen Hegau Weinbau, der weinrechtlich zum Bodensee gehört. Am Rauhenberg in der Gemarkung Gailingen sind Weinberge auf 627 Metern Höhe gepflanzt. Das sind die höchstgelegenen Weinberge Deutschlands, die dem Wein eine außergewöhnliche Frische und Eleganz verleihen. Die Föhnwinde aus den Bergen verstärken das maritime Klima sowie das südländische und milde Ambiente.

Über die Rebfläche und Rebsorten

Knapp 600 Hektar Rebfläche sind am badischen Teil des Sees angepflanzt. Dabei wurde im Laufe der Zeit klar, dass sich hier der Müller-Thurgau optimal anbauen lässt. Es handelt sich um eine Kreuzung, der Rebsorten Riesling und Madeleine Royal, die vor rund 130 Jahren von Professor Müller aus dem schweizerischen Kanton Thurgau erfolgreich durchgeführt wurde. Die klimatischen Gegebenheiten ermöglichen rund um den See den An- und Ausbau von feinen und facettenreichen Weinen mit zarter Frucht, Finesse und Würze.

Wie in vielen Teilen Badens werden Weine der Burgunderfamilie hier traditionell schlank, rassig und trocken ausgebaut. Eine Spezialität ist dabei der Weißherbst. Dieser Roséwein muss laut Weingesetz aus mindestens 95% Trauben einer einzigen roten Rebsorte hergestellt werden. Dabei hat der Saft eine kurze Kontaktzeit mit den Beerenhäuten, sodass die Farbe nur teilweise in den Traubensaft/Most übergeht. Auf diese Art und Weise wird der Spätburgunder Weißherbst lachsrosé- bis bernsteinrotfarben.

Böden aus der Eiszeit

Vor 14.000 Jahren war der Bodensee noch doppelt so groß wie heute. Zehntausend Jahre später wurde aufgrund des Gletschergeschiebes der benachbarten Alpen Schuttfracht in die Region eingetragen. Dadurch entstand eine Hügellandschaft. Von den eiszeitlichen Verwitterungsböden profitiert der Weinbau noch heute: Sandsteinfels, eine Süßwassermolmasse, auf der eine Schicht von Moränenschotter liegt und im Hochrheintal Schwemmsandsteinböden. Sand ist leicht zu erwärmen und außerdem sehr wasserdurchlässig. Die warmen Temperaturen, die in Bodennähe entstehen, unterstützen die Reife der Trauben. Durch die Böden erhalten die Bodenseeweine ihre frische Mineralität.

Sightseeing - von allem etwas dabei

Neben dem ersten genossenschaftlichen Betrieb von ganz Baden sowie vielen anderen Weingütern hat der Bodensee diverse Ausflugsziele zu bieten. Die Blumeninsel Mainau entfaltet im Sommer ihre ganze Schönheit: bunte und atemberaubende Blumenvielfalt. Im Frühjahr blühen die Tulpen- und Narzissenfelder. Die Rosen verzaubern mit ihrem Duft im Sommer und im Herbst laden die Dahlien zum Bewundern ein.

Die Pfahlbauten in Unteruhldingen sind als Weltkulturerbe anerkannt worden. Hier bekommt man einen Einblick darüber, wie die Menschen in der Stein- und Bronzezeit vor über 2.500 Jahren in Häusern auf dem See gelebt haben. Weitere Funde über diese Zeit sind im archäologischen Freilichtmuseum ausgestellt.

Der Bodensee lädt das ganze Jahr zu Bootsfahrten ein. In Kombination mit einem Glas Bodenseewein gibt es hier einen ultimativen 360°-Blick über die Region.

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„Wenn ich den See seh', brauch ich kein Meer mehr“

Viele Deutsche nutzen die südlichste Region Badens zum Kurztrip, um sich vom Alltag zu entspannen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Warum? Wenn man nicht weiß, dass dieses Fleckchen Erde auch zu Deutschland gehört, würde man spontan auch nicht darauf kommen. War man einmal am Bodensee, kommt man oft wieder, denn es ist einfach wunderbar mit einem Glas Müller- Thurgau die silbernen Reflexe des Sees und die Alpen im Hintergrund zu bewundern.

Der südlichste Weinanbau Deutschlands

Auf einer kleinen Fläche treffen Deutschland, Österreich und die Schweiz aufeinander: dem Bodensee. Gegenüber vom Alpenvorland auf der badischen Seeseite liegen die südlichsten Sonnenhänge von ganz Deutschland. Diese profitieren von der Energie der Sonnenstrahlen, die der See durch die Wasserspiegelung auf natürliche Art und Weise erhöht und wiederrum an die Umgebung abgibt. Außerhalb der Weinbergsfläche des 60 Kilometer breiten und 90 Kilometer langen Sees gibt es auch im etwas abgelegenen Hegau Weinbau, der weinrechtlich zum Bodensee gehört. Am Rauhenberg in der Gemarkung Gailingen sind Weinberge auf 627 Metern Höhe gepflanzt. Das sind die höchstgelegenen Weinberge Deutschlands, die dem Wein eine außergewöhnliche Frische und Eleganz verleihen. Die Föhnwinde aus den Bergen verstärken das maritime Klima sowie das südländische und milde Ambiente.

Über die Rebfläche und Rebsorten

Knapp 600 Hektar Rebfläche sind am badischen Teil des Sees angepflanzt. Dabei wurde im Laufe der Zeit klar, dass sich hier der Müller-Thurgau optimal anbauen lässt. Es handelt sich um eine Kreuzung, der Rebsorten Riesling und Madeleine Royal, die vor rund 130 Jahren von Professor Müller aus dem schweizerischen Kanton Thurgau erfolgreich durchgeführt wurde. Die klimatischen Gegebenheiten ermöglichen rund um den See den An- und Ausbau von feinen und facettenreichen Weinen mit zarter Frucht, Finesse und Würze.

Wie in vielen Teilen Badens werden Weine der Burgunderfamilie hier traditionell schlank, rassig und trocken ausgebaut. Eine Spezialität ist dabei der Weißherbst. Dieser Roséwein muss laut Weingesetz aus mindestens 95% Trauben einer einzigen roten Rebsorte hergestellt werden. Dabei hat der Saft eine kurze Kontaktzeit mit den Beerenhäuten, sodass die Farbe nur teilweise in den Traubensaft/Most übergeht. Auf diese Art und Weise wird der Spätburgunder Weißherbst lachsrosé- bis bernsteinrotfarben.

Böden aus der Eiszeit

Vor 14.000 Jahren war der Bodensee noch doppelt so groß wie heute. Zehntausend Jahre später wurde aufgrund des Gletschergeschiebes der benachbarten Alpen Schuttfracht in die Region eingetragen. Dadurch entstand eine Hügellandschaft. Von den eiszeitlichen Verwitterungsböden profitiert der Weinbau noch heute: Sandsteinfels, eine Süßwassermolmasse, auf der eine Schicht von Moränenschotter liegt und im Hochrheintal Schwemmsandsteinböden. Sand ist leicht zu erwärmen und außerdem sehr wasserdurchlässig. Die warmen Temperaturen, die in Bodennähe entstehen, unterstützen die Reife der Trauben. Durch die Böden erhalten die Bodenseeweine ihre frische Mineralität.

Sightseeing - von allem etwas dabei

Neben dem ersten genossenschaftlichen Betrieb von ganz Baden sowie vielen anderen Weingütern hat der Bodensee diverse Ausflugsziele zu bieten. Die Blumeninsel Mainau entfaltet im Sommer ihre ganze Schönheit: bunte und atemberaubende Blumenvielfalt. Im Frühjahr blühen die Tulpen- und Narzissenfelder. Die Rosen verzaubern mit ihrem Duft im Sommer und im Herbst laden die Dahlien zum Bewundern ein.

Die Pfahlbauten in Unteruhldingen sind als Weltkulturerbe anerkannt worden. Hier bekommt man einen Einblick darüber, wie die Menschen in der Stein- und Bronzezeit vor über 2.500 Jahren in Häusern auf dem See gelebt haben. Weitere Funde über diese Zeit sind im archäologischen Freilichtmuseum ausgestellt.

Der Bodensee lädt das ganze Jahr zu Bootsfahrten ein. In Kombination mit einem Glas Bodenseewein gibt es hier einen ultimativen 360°-Blick über die Region.