Breisgau ist nicht gleich Breisgau

Eins ist sicher - der Breisgau liegt im Oberrheingraben inmitten Badens und am Rande des südlichen Schwarzwald. Der politische Landkreis erstreckt sich von Staufen im Süden bis hin nach Herbolzheim als eine der nördlichsten Breisgauer Weinbaugemeinden. Die weinbauliche Zone beginnt allerdings erst in Freiburg und endet nach Herbolzheim vor den Toren Offenburgs – Staufen zählt hier zum Gutedelbereich Markgräflerland.

Klimatische Bedingungen unterstützen Muschelkalk & Co.

In dem Winzerdorf Malterdingen wachsen die Reben auf dem gleichen Gestein wie in einem der weltweit berühmtesten Anbaugebiete Frankreichs, dem Burgund. Der skelettartige Muschelkalk ist auch im Süden Deutschland eine gute Grundlage für weltklasse Spätburgunder. Früher war der „Malterdinger“ sogar ein Synonym für den blauen Spätburgunder - elegant, ausdrucksstark und von den Böden geprägt. Heute verarbeiten die Winzer vor Ort ihr Lesegut weiterhin zu exzellenten Tropfen. Die Bezeichnung „Malterdinger“ als Spätburgunder passt heute noch genauso wie bereits zu der Zeit der Mönche.

Eine besondere klimatische und geologische Stellung hat das Glottertal. Die terrassierten Weinberge vor den Tannen des Schwarzwalds sind der Sonne zugewandt. Damit erhalten sie genügend Energie für die Photosynthese, damit die Beere Zucker einlagern kann. Gleichzeitig bringt die Kühle des Waldes optimale Bedingungen, um in der Beere eine ausgeglichene Säure zu entwickeln, die sich später im Wein bemerkbar macht. Speziell der Glottertäler Weißherbst aus Spätburgundertrauben ist über den Grenzen des Breisgaus bekannt und beliebt bei Weinkennern.

Außerhalb des Glottertals, vor den windgeschützten Mündungen vieler Täler, haben sich fruchtbare Lössböden sowie Gneisverwitterungsgestein gebildet.

1/10 der badischen Rebfläche

Circa 180 Winzerbetriebe und viele Nebenerwerbswinzer bewirtschaften auf 1.600 Hektar zur Hälfte Weißweinrebsorten, hauptsächlich Grau- und Weißburgunder sowie Müller-Thurgau. Die übrige Hälfte ist mit Rotweinsorten, im Hauptanteil Spätburgunder, angepflanzt. Dieser rote Vertreter der Pinot-Familie überzeugt mit einem rubin- bis dunkelroten Farbspektrum. Fruchtaromen wie reife Brombeeren oder Kirschen ergänzt durch den Körper und die Tanninstruktur der Weine machen Lust auf ein Gläschen mehr.

Der Breisachgau

Nein - die Überschrift ist kein Tippfehler. Der „Breisachgau“, wie der Breisgau früher bekannt war, ist seit ein paar Jahrzehnten Weinbaubereich. Neben dem benachbarten Kaiserstuhl und der Ortenau wurde er jedoch nicht so oft wahrgenommen, wertgeschätzt und genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Zudem war er früher nur ein Gegenstand in Form von Schenkungsobjekten diverser Adelsgeschlechter. Heutzutage sind die politischen und weinbaulichen Fronten zum Glück geklärt.

Was man gesehen haben muss

Die Breisgauer sind nicht nur für ihre jungen Damen mit dem roten Bollenhut bekannt, sondern auch für die erfrischende Breisgaumilch mit dem Sitz in Freiburg. Hier in Freiburg ist der Sitz des badischen Weinbauverbandes und gleichzeitig des benachbarten Weinbauinstitutes, die einmal jährlich zum Tag der offenen Tür einladen. Dabei werden Einblicke in die Forschung von beispielsweise neuen Rebsorten geboten. Ist man schon einmal in der badischen Weinhauptstadt, so lohnt sich ein Blick von der bekannten Freiburger Lage Schlossberg auf die idyllische grüne Stadt mit dem Wahrzeichen Freiburgs: dem Münster aus der Gotik.

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Breisgau ist nicht gleich Breisgau

Eins ist sicher - der Breisgau liegt im Oberrheingraben inmitten Badens und am Rande des südlichen Schwarzwald. Der politische Landkreis erstreckt sich von Staufen im Süden bis hin nach Herbolzheim als eine der nördlichsten Breisgauer Weinbaugemeinden. Die weinbauliche Zone beginnt allerdings erst in Freiburg und endet nach Herbolzheim vor den Toren Offenburgs – Staufen zählt hier zum Gutedelbereich Markgräflerland.

Klimatische Bedingungen unterstützen Muschelkalk & Co.

In dem Winzerdorf Malterdingen wachsen die Reben auf dem gleichen Gestein wie in einem der weltweit berühmtesten Anbaugebiete Frankreichs, dem Burgund. Der skelettartige Muschelkalk ist auch im Süden Deutschland eine gute Grundlage für weltklasse Spätburgunder. Früher war der „Malterdinger“ sogar ein Synonym für den blauen Spätburgunder - elegant, ausdrucksstark und von den Böden geprägt. Heute verarbeiten die Winzer vor Ort ihr Lesegut weiterhin zu exzellenten Tropfen. Die Bezeichnung „Malterdinger“ als Spätburgunder passt heute noch genauso wie bereits zu der Zeit der Mönche.

Eine besondere klimatische und geologische Stellung hat das Glottertal. Die terrassierten Weinberge vor den Tannen des Schwarzwalds sind der Sonne zugewandt. Damit erhalten sie genügend Energie für die Photosynthese, damit die Beere Zucker einlagern kann. Gleichzeitig bringt die Kühle des Waldes optimale Bedingungen, um in der Beere eine ausgeglichene Säure zu entwickeln, die sich später im Wein bemerkbar macht. Speziell der Glottertäler Weißherbst aus Spätburgundertrauben ist über den Grenzen des Breisgaus bekannt und beliebt bei Weinkennern.

Außerhalb des Glottertals, vor den windgeschützten Mündungen vieler Täler, haben sich fruchtbare Lössböden sowie Gneisverwitterungsgestein gebildet.

1/10 der badischen Rebfläche

Circa 180 Winzerbetriebe und viele Nebenerwerbswinzer bewirtschaften auf 1.600 Hektar zur Hälfte Weißweinrebsorten, hauptsächlich Grau- und Weißburgunder sowie Müller-Thurgau. Die übrige Hälfte ist mit Rotweinsorten, im Hauptanteil Spätburgunder, angepflanzt. Dieser rote Vertreter der Pinot-Familie überzeugt mit einem rubin- bis dunkelroten Farbspektrum. Fruchtaromen wie reife Brombeeren oder Kirschen ergänzt durch den Körper und die Tanninstruktur der Weine machen Lust auf ein Gläschen mehr.

Der Breisachgau

Nein - die Überschrift ist kein Tippfehler. Der „Breisachgau“, wie der Breisgau früher bekannt war, ist seit ein paar Jahrzehnten Weinbaubereich. Neben dem benachbarten Kaiserstuhl und der Ortenau wurde er jedoch nicht so oft wahrgenommen, wertgeschätzt und genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Zudem war er früher nur ein Gegenstand in Form von Schenkungsobjekten diverser Adelsgeschlechter. Heutzutage sind die politischen und weinbaulichen Fronten zum Glück geklärt.

Was man gesehen haben muss

Die Breisgauer sind nicht nur für ihre jungen Damen mit dem roten Bollenhut bekannt, sondern auch für die erfrischende Breisgaumilch mit dem Sitz in Freiburg. Hier in Freiburg ist der Sitz des badischen Weinbauverbandes und gleichzeitig des benachbarten Weinbauinstitutes, die einmal jährlich zum Tag der offenen Tür einladen. Dabei werden Einblicke in die Forschung von beispielsweise neuen Rebsorten geboten. Ist man schon einmal in der badischen Weinhauptstadt, so lohnt sich ein Blick von der bekannten Freiburger Lage Schlossberg auf die idyllische grüne Stadt mit dem Wahrzeichen Freiburgs: dem Münster aus der Gotik.