Kaiserstuhl

Ja, wie sieht wohl die Landschaft eines ehemalig aktiven Vulkans aus? Der Kaiserstuhl beantwortet diese Frage: Weinberge, blühende Wildwiesen, Hügel, und spannende Gesteine, wo der Boden einmal offen ist. Ob in Flach- oder Steillagen: am gesamten Kaiserstuhl liegen Weinberge, wohin das Auge reicht. Dass Deutschland neben dem Riesling auch gute und sehr gute Rotweine machen kann, sagt jeder, der hier einen Spätburgunder probiert hat. Die vulkanischen Böden erzeugen Weine mit Körper, Mineralität und beeindruckender Tanninstruktur. In der Toskana Deutschlands, wie die Oberrheinebene auch genannt wird, hat sich neben Weinbergen eine atemberaubende Flora und Fauna angesiedelt. Wilde und äußerst seltene Orchideenarten sowie Gottesanbeterinnen sind hier keine Seltenheit.

Vom Königsstuhl zum Kaiserstuhl

Solch einen hierarchischen Namen verleiht sich eine Region kaum selbst. Besonders dann nicht, wenn man die Bescheidenheit der Badener einmal kennengelernt hat. König Otto der III. hielt im Jahre 994 einen Gerichtstag ab, weswegen die Region als Königsstuhl bekannt wurde. Als er zwei Jahre später zum Kaiser erhoben wurde, hat sich auch der Name des Vulkans vom Königsstuhl zum Kaiserstuhl umbenannt. Der erste Nachweis, dass in diesem Bereich Wein angebaut wurde, stammt aus dem Jahre 769 in der Winzergemeinde Bötzingen. Später stellte Karl der Große, damaliger König des französischen Reichs, erste Regeln für den Weinan- sowie -ausbau auf.

Zwischen dem Oberrheingraben und den Vogesen

Das kleine Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs in der oberrheinischen Tiefebene entstand vor mehreren Millionen Jahren. Der Kaiserstuhl war der Schlusspunkt der vulkanischen Aktivität im Oberrheingraben. Er ist der einzige größere Vulkan in dieser Region. Zwischen den Flüssen Rhein und Dreisam liegt der 15 Kilometer lange und 12 Kilometer breite erloschene Vulkan.

Der größte Bereich Badens

Mit 4.250 Hektar Rebfläche ist der Kaiserstuhl der größte der neun Bereiche Badens. Hier, am wärmsten und sonnenverwöhntesten Fleckchen von ganz Deutschland finden sich optimale Anbaubedingungen für die Burgunder-Familie. Die Weiß-, Grau- Spätburgunder und Chardonnayreben fühlen sich auf der hügeligen und terrassierten Landschaft im Kaiserstuhl sehr wohl. Vulkanverwitterungsgestein sowie Lösslehm-Auflagen speichern die Wärme, sodass auch die Nächte verhältnismäßig mild sind. Reife Trauben und gehaltvolle, vollmundige Burgunder, denen es durch die spannende Mineralität nicht an Finesse fehlt, sind das Ergebnis.

Ein ganz besonderes „Terroir“

Das Zusammenspiel aus den klimatischen Verhältnissen, dem Standort der Rebe und den Bodenverhältnissen vereint sich im Begriff „Terroir“. Die hohe Durchschnittstemperatur von über 20°C in den Monaten Juli und August begünstigen die Reife der Trauben am Weinstock. Aufgrund der früheren Vulkanaktivität gibt es hauptsächlich im „Krater“, also im Bereich Vogtsburg, Vulkanverwitterungsgestein. 85% der Oberfläche werden von Löss bedeckt, weshalb die Region als eine der großartigsten deutschen Lösslandschaften bedeutend geworden ist. Über Jahrhunderte wurde dieser Boden als feiner Sand durch Winderosion angetragen und hat sich als Lössboden am Kaiserstuhl abgelagert und verfestigt. An manchen Stellen erreicht diese Schicht eine Dicke bis zu 30m. Der helle, feste Lössboden ist in Hohlgassen überall im Kaiserstuhl zu bestaunen.

Terroir in der Flasche – das könnt ihr von den bekannten Lagen Burkheimer Feuerberg des Weingut Berchers oder Ihringer Winklerberg vom Weingut Heger aus unserem Sortiment probieren!

Das Burgunderparadies Badens

Der Vater der Burgundergfamilie ist der Spätburgunder. Er gilt als Urburgunder. Der Grauburgunder ist eine Knospenmutation des Urburgunders, also eine Veränderung des Erbguts und der Weißburgunder ist eine Weiterentwicklung des Grauburgunders. Früher wurde die gleiche Rebsorte unter dem Namen Ruländer süß, süffig und als „Kopfschmerzwein“ ausgebaut und verlor mit der Zeit an Beliebtheit und Trinkfreude. So kam es dazu, dass ein Kaiserstühler Winzer die „10 Regeln des Grauburgunders“ aufstellte, in denen die Ausbauart eines kaiserstühler Grauburgunders klar definiert sind. Diese sind zum Beispiel helle Farbe und trocken ausgebaut.

Naturschauspiel im Kaiserstuhl

Zu jeder Jahreszeit zeigt der Kaiserstuhl seine Schönheit: bunte Blumenwiesen, Weinberge, der Rheinwald, der Burkheimer Baggersee, urige Dörfchen und stets andere Aussichten in die Rheinebene. In den frühen Morgenstunden entstehen tolle Himmelsbilder und Farben, wenn die Sonne hinter dem Tuniberg hervorkommt.

Wanderer können sich nach einer ausgiebigen Route auf den 556 Meter hohen Totenkopf, östlich von Bickensohl, mit einer sagenhaften Aussicht über die Rheinebene bis ins Elsass belohnen.

Wer sich ein Theaterstück im Freien auf der Burgruine in Breisach am Rhein nicht entgehen lassen möchte, muss schnell sein: die Karten für das im Sommer veranstaltete Freilichttheater sind rasch vergriffen. Für schöne Spaziergänge bietet sich das Ihringer Liliental an, für eine Radtour der Rheinwald, in jedem Ort kann man lecker, frisch und gut essen, mit Produkten direkt aus der Region.

 

 

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Kaiserstuhl

Ja, wie sieht wohl die Landschaft eines ehemalig aktiven Vulkans aus? Der Kaiserstuhl beantwortet diese Frage: Weinberge, blühende Wildwiesen, Hügel, und spannende Gesteine, wo der Boden einmal offen ist. Ob in Flach- oder Steillagen: am gesamten Kaiserstuhl liegen Weinberge, wohin das Auge reicht. Dass Deutschland neben dem Riesling auch gute und sehr gute Rotweine machen kann, sagt jeder, der hier einen Spätburgunder probiert hat. Die vulkanischen Böden erzeugen Weine mit Körper, Mineralität und beeindruckender Tanninstruktur. In der Toskana Deutschlands, wie die Oberrheinebene auch genannt wird, hat sich neben Weinbergen eine atemberaubende Flora und Fauna angesiedelt. Wilde und äußerst seltene Orchideenarten sowie Gottesanbeterinnen sind hier keine Seltenheit.

Vom Königsstuhl zum Kaiserstuhl

Solch einen hierarchischen Namen verleiht sich eine Region kaum selbst. Besonders dann nicht, wenn man die Bescheidenheit der Badener einmal kennengelernt hat. König Otto der III. hielt im Jahre 994 einen Gerichtstag ab, weswegen die Region als Königsstuhl bekannt wurde. Als er zwei Jahre später zum Kaiser erhoben wurde, hat sich auch der Name des Vulkans vom Königsstuhl zum Kaiserstuhl umbenannt. Der erste Nachweis, dass in diesem Bereich Wein angebaut wurde, stammt aus dem Jahre 769 in der Winzergemeinde Bötzingen. Später stellte Karl der Große, damaliger König des französischen Reichs, erste Regeln für den Weinan- sowie -ausbau auf.

Zwischen dem Oberrheingraben und den Vogesen

Das kleine Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs in der oberrheinischen Tiefebene entstand vor mehreren Millionen Jahren. Der Kaiserstuhl war der Schlusspunkt der vulkanischen Aktivität im Oberrheingraben. Er ist der einzige größere Vulkan in dieser Region. Zwischen den Flüssen Rhein und Dreisam liegt der 15 Kilometer lange und 12 Kilometer breite erloschene Vulkan.

Der größte Bereich Badens

Mit 4.250 Hektar Rebfläche ist der Kaiserstuhl der größte der neun Bereiche Badens. Hier, am wärmsten und sonnenverwöhntesten Fleckchen von ganz Deutschland finden sich optimale Anbaubedingungen für die Burgunder-Familie. Die Weiß-, Grau- Spätburgunder und Chardonnayreben fühlen sich auf der hügeligen und terrassierten Landschaft im Kaiserstuhl sehr wohl. Vulkanverwitterungsgestein sowie Lösslehm-Auflagen speichern die Wärme, sodass auch die Nächte verhältnismäßig mild sind. Reife Trauben und gehaltvolle, vollmundige Burgunder, denen es durch die spannende Mineralität nicht an Finesse fehlt, sind das Ergebnis.

Ein ganz besonderes „Terroir“

Das Zusammenspiel aus den klimatischen Verhältnissen, dem Standort der Rebe und den Bodenverhältnissen vereint sich im Begriff „Terroir“. Die hohe Durchschnittstemperatur von über 20°C in den Monaten Juli und August begünstigen die Reife der Trauben am Weinstock. Aufgrund der früheren Vulkanaktivität gibt es hauptsächlich im „Krater“, also im Bereich Vogtsburg, Vulkanverwitterungsgestein. 85% der Oberfläche werden von Löss bedeckt, weshalb die Region als eine der großartigsten deutschen Lösslandschaften bedeutend geworden ist. Über Jahrhunderte wurde dieser Boden als feiner Sand durch Winderosion angetragen und hat sich als Lössboden am Kaiserstuhl abgelagert und verfestigt. An manchen Stellen erreicht diese Schicht eine Dicke bis zu 30m. Der helle, feste Lössboden ist in Hohlgassen überall im Kaiserstuhl zu bestaunen.

Terroir in der Flasche – das könnt ihr von den bekannten Lagen Burkheimer Feuerberg des Weingut Berchers oder Ihringer Winklerberg vom Weingut Heger aus unserem Sortiment probieren!

Das Burgunderparadies Badens

Der Vater der Burgundergfamilie ist der Spätburgunder. Er gilt als Urburgunder. Der Grauburgunder ist eine Knospenmutation des Urburgunders, also eine Veränderung des Erbguts und der Weißburgunder ist eine Weiterentwicklung des Grauburgunders. Früher wurde die gleiche Rebsorte unter dem Namen Ruländer süß, süffig und als „Kopfschmerzwein“ ausgebaut und verlor mit der Zeit an Beliebtheit und Trinkfreude. So kam es dazu, dass ein Kaiserstühler Winzer die „10 Regeln des Grauburgunders“ aufstellte, in denen die Ausbauart eines kaiserstühler Grauburgunders klar definiert sind. Diese sind zum Beispiel helle Farbe und trocken ausgebaut.

Naturschauspiel im Kaiserstuhl

Zu jeder Jahreszeit zeigt der Kaiserstuhl seine Schönheit: bunte Blumenwiesen, Weinberge, der Rheinwald, der Burkheimer Baggersee, urige Dörfchen und stets andere Aussichten in die Rheinebene. In den frühen Morgenstunden entstehen tolle Himmelsbilder und Farben, wenn die Sonne hinter dem Tuniberg hervorkommt.

Wanderer können sich nach einer ausgiebigen Route auf den 556 Meter hohen Totenkopf, östlich von Bickensohl, mit einer sagenhaften Aussicht über die Rheinebene bis ins Elsass belohnen.

Wer sich ein Theaterstück im Freien auf der Burgruine in Breisach am Rhein nicht entgehen lassen möchte, muss schnell sein: die Karten für das im Sommer veranstaltete Freilichttheater sind rasch vergriffen. Für schöne Spaziergänge bietet sich das Ihringer Liliental an, für eine Radtour der Rheinwald, in jedem Ort kann man lecker, frisch und gut essen, mit Produkten direkt aus der Region.