Neben Silvaner auch Rotweinspezialisten

Was haben Gemünden, Wertheim, Mittenberg und Aschaffenburg gemeinsam? Richtig! Sie bilden die vier Eckpunkte des fränkischen Mainvierecks. Dieser Weinbaubereich liegt in Unterfranken und zieht sich ca. 100 Kilometer an den Ufern des Mains und der fränkischen Saale entlang. Die Zahl der bestockten Rebfläche schwankt zwischen 250 und 300 Hektar. Für einige klingt das auf einer so langgezogenen Region als etwas wenig. Doch die Bedingungen für die Kultivierung von Rebflächen müssen stets gegeben sein. Darunter versteht der Winzer den Standort, das vorherrschende Klima, die Bodenverhältnisse und eine gute Bewirtschaftungsmöglichkeit. Zudem ist die Anbaufläche deutschlandweit gesetzlich geregelt, sodass die Weinerzeuger Rebstöcke nicht einfach nach Lust und Laune an einen noch so geeigneten Ort pflanzen dürfen. Im Mainviereck dominieren die Rebsorten Müller-Thurgau, Silvaner und Bacchus.

Nördlich von Aschaffenburg liegen die Weinbaugemeinde Hörnstein, Klingelberg, Großheubach, Bürgstadt und Marktheidenfeld im Osten. Bekannte Weingüter wie das von Rudolf Fürst vinifizieren Früh- und Spätburgundertrauben zu Weinen mit Weltklasseniveau. In diesen Gemarkungen stehen auf ¼ der Rebflächen rote Rebsorten, fast 40% Spätburgunder und ein Zehntel Silvaner. Besonders bekannt sind die Einzellagen Bürgstädter Centgrafenberg und Klingenberger Schlossberg.

Der Qualitätsgedanke beginnt im Weinberg.

In diesem Bereich des Frankengebiets sind die Rebflächen in zwei Großlagen aufgeteilt: dem Heiligenthal und Renschberg. Da die jährliche Weinproduktion begrenzt ist, gelten die Tropfen als Rarität. Viele Winzer regulieren den Ertrag bereits im Weinberg unter die gesetzlich erlaubte Erntemenge. Dabei ist der Hintergedanke, dass sich die Rebe anstatt auf beispielsweise 14 Trauben pro Rebstock lediglich auf 8-10 konzentrieren muss und so die ganze Energie in die verbliebenen Trauben stecken kann. Die Beere lagert mehr Extrakte und wertvolle Inhaltsstoffe ein. Solche Weine sind lagerfähiger, der Winzer spricht von einer höheren Qualität.

Hier weht ein heißes Lüftchen!

Trockene und warme Sommer sind an diesem Teil des Flussabschnitts Standard. Trotzdem fehlen häufig die essentiellen Niederschläge zur optimalen Versorgung der Weinberge. Viele Winzer haben aus diesem Grund feste Bewässerungsanlagen in den Rebzeilen installiert, um bei Wassermangel sofort handeln zu können. Somit ist gewährleistet, dass die Reben nicht in unerwünschte  Trockenstresssituationen kommen.

Die Böden bestehen aus Urgesteinsverwitterungsböden, Buntsandstein, Glimmerschiefer, Quarzit und Gneis. Diese Kombination aus Boden und Klima bringt Weine mit einer Mineralität und Würze hervor, die dem Silvaner hervorragend schmeicheln.

Ein offenes Viereck

Im Norden umfließt der Main den südlichen Teil des Spessarts. Östlich davon schließt sich der Bereich Maindreieck an, südlich Heilbronn. Politisch gesehen wachsen fränkische Rebflächen auch auf baden- württembergischen Gebiet. Im Osten grenzt der Odenwald das Mainviereck ab.

Der Verlauf des Mains sieht hier wie ein nach Norden geschwungenes, offenes Viereck aus, was dem Bereich zu seinem Namen verhalf.

Ein Volksgetränk - mit sehr viel Phantasie

Egal, wo man im Mainviereck hingeht am Schluss landen die meisten Besucher und Franken bei einem offenen Bocksbeutel. Die Bocksbeutelstraße vereint eine Reihe von wunderschönen Weinwanderrouten. Bei einer lauen Sommernacht oder am Abend nach getaner Arbeit im Weinberg bietet sich als Belohnung oder einfach so zum Entspannen ebenfalls ein Gläschen Silvaner an.

Neben Silvaner auch Rotweinspezialisten Was haben Gemünden, Wertheim, Mittenberg und Aschaffenburg gemeinsam? Richtig! Sie bilden die vier Eckpunkte des fränkischen Mainvierecks.... mehr erfahren »
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Neben Silvaner auch Rotweinspezialisten

Was haben Gemünden, Wertheim, Mittenberg und Aschaffenburg gemeinsam? Richtig! Sie bilden die vier Eckpunkte des fränkischen Mainvierecks. Dieser Weinbaubereich liegt in Unterfranken und zieht sich ca. 100 Kilometer an den Ufern des Mains und der fränkischen Saale entlang. Die Zahl der bestockten Rebfläche schwankt zwischen 250 und 300 Hektar. Für einige klingt das auf einer so langgezogenen Region als etwas wenig. Doch die Bedingungen für die Kultivierung von Rebflächen müssen stets gegeben sein. Darunter versteht der Winzer den Standort, das vorherrschende Klima, die Bodenverhältnisse und eine gute Bewirtschaftungsmöglichkeit. Zudem ist die Anbaufläche deutschlandweit gesetzlich geregelt, sodass die Weinerzeuger Rebstöcke nicht einfach nach Lust und Laune an einen noch so geeigneten Ort pflanzen dürfen. Im Mainviereck dominieren die Rebsorten Müller-Thurgau, Silvaner und Bacchus.

Nördlich von Aschaffenburg liegen die Weinbaugemeinde Hörnstein, Klingelberg, Großheubach, Bürgstadt und Marktheidenfeld im Osten. Bekannte Weingüter wie das von Rudolf Fürst vinifizieren Früh- und Spätburgundertrauben zu Weinen mit Weltklasseniveau. In diesen Gemarkungen stehen auf ¼ der Rebflächen rote Rebsorten, fast 40% Spätburgunder und ein Zehntel Silvaner. Besonders bekannt sind die Einzellagen Bürgstädter Centgrafenberg und Klingenberger Schlossberg.

Der Qualitätsgedanke beginnt im Weinberg.

In diesem Bereich des Frankengebiets sind die Rebflächen in zwei Großlagen aufgeteilt: dem Heiligenthal und Renschberg. Da die jährliche Weinproduktion begrenzt ist, gelten die Tropfen als Rarität. Viele Winzer regulieren den Ertrag bereits im Weinberg unter die gesetzlich erlaubte Erntemenge. Dabei ist der Hintergedanke, dass sich die Rebe anstatt auf beispielsweise 14 Trauben pro Rebstock lediglich auf 8-10 konzentrieren muss und so die ganze Energie in die verbliebenen Trauben stecken kann. Die Beere lagert mehr Extrakte und wertvolle Inhaltsstoffe ein. Solche Weine sind lagerfähiger, der Winzer spricht von einer höheren Qualität.

Hier weht ein heißes Lüftchen!

Trockene und warme Sommer sind an diesem Teil des Flussabschnitts Standard. Trotzdem fehlen häufig die essentiellen Niederschläge zur optimalen Versorgung der Weinberge. Viele Winzer haben aus diesem Grund feste Bewässerungsanlagen in den Rebzeilen installiert, um bei Wassermangel sofort handeln zu können. Somit ist gewährleistet, dass die Reben nicht in unerwünschte  Trockenstresssituationen kommen.

Die Böden bestehen aus Urgesteinsverwitterungsböden, Buntsandstein, Glimmerschiefer, Quarzit und Gneis. Diese Kombination aus Boden und Klima bringt Weine mit einer Mineralität und Würze hervor, die dem Silvaner hervorragend schmeicheln.

Ein offenes Viereck

Im Norden umfließt der Main den südlichen Teil des Spessarts. Östlich davon schließt sich der Bereich Maindreieck an, südlich Heilbronn. Politisch gesehen wachsen fränkische Rebflächen auch auf baden- württembergischen Gebiet. Im Osten grenzt der Odenwald das Mainviereck ab.

Der Verlauf des Mains sieht hier wie ein nach Norden geschwungenes, offenes Viereck aus, was dem Bereich zu seinem Namen verhalf.

Ein Volksgetränk - mit sehr viel Phantasie

Egal, wo man im Mainviereck hingeht am Schluss landen die meisten Besucher und Franken bei einem offenen Bocksbeutel. Die Bocksbeutelstraße vereint eine Reihe von wunderschönen Weinwanderrouten. Bei einer lauen Sommernacht oder am Abend nach getaner Arbeit im Weinberg bietet sich als Belohnung oder einfach so zum Entspannen ebenfalls ein Gläschen Silvaner an.