Was macht das Markgräflerland so einzigartig?

Oh, auf diese Frage gibt es nicht DIE Antwort - besser: es gibt sehr viele! Eine Besonderheit ist etwa, dass dieser Bereich direkt am Dreiländereck liegt: Deutschland, Frankreich und die Schweiz treffen sich bei Basel beziehungsweise Lörrach auf der deutschen Seite. Über ein „Bonjour!“ oder „Grüezi!“ grüßen die Markgräfler mit einem „Hallo“ oder „Salü“ zurück, je nach Dialekt. Im Markgräflerland weitet sich die Rheinebene. Im Osten begrenzt durch den Schwarzwald und im Westen durch den Rhein hat die Region eine Breite von ca. 30 Kilometer und bietet viel Anbaufläche für Wein- und Obstbau. Besonders Spargel und Erdbeeren genießen neben dem markgräfler Wein überregionale Beliebtheit. Viele bringen mit der Region die Weißweinsorte Gutedel in Verbindung, denn die Rebsorte wird nur in diesem Bereich Badens kultiviert.

„Die badische Spezialität“

Stolze 3.006 Hektar Rebfläche bewirtschaften hier die Winzer. Allerdings liegt der Fokus nicht auf der Burgunder-Familie, sondern auf der Rebsorte Gutedel. Neben einem kleinen Anteil im Anbaugebiet Saale-Unstrut liegen die Weinberge dieser Rebsorte ausschließlich zwischen Basel und Freiburg auf 1.100 Hektar der bestockten Flächen. Dies ist mehr als ein Drittel der Gesamtrebfläche des Markgräflerlandes!

Gutedel damals und heute - zur Geschichte der Rebsorte

Die Winzer blicken auf 2.000 Jahre Weinbautradition zurück: bereits die Römer genossen die Tage in Kaiser- und Soldatenbädern mit einem Gläschen Wein. Im 16. Jahrhundert war in Frankreich von einem „Chasselas“ die Rede, also einem Synonym des Gutedels. Diese Rebsorte wurde zum ersten Mal in Franken und Württemberg urkundlich angebaut, bis sie 1780 den Weg ins Markgräflerland fand. Der badische Markgraf Karl Friedrich von Baden brachte den Gutedel aus den schweizerischen Vevrey in die Region, welche bis heute als etwas ganz Besonderes gilt.

Hügel, soweit das Auge reicht. Landschaft, Klima und Boden

Bereits Johann Wolfgang von Goethe erkannte schon die wichtige Bedeutung des markgräfler Weines und sagte einmal: „[…] ein glückliches Land, wo der Wein vor der Kulisse des Schwarzwaldes reift!“. Hier sieht man Hügel zwischen 230 und 480 Metern, die teilweise nahtlos in die Schwarzwaldberge im Osten übergehen und westlich zum Rhein sanft abfallen. Dieses Landschaftsbild schützt die Rebe oft vor zu kalten Winden. Daher sind in diesem Teilbereich Badens nicht nur Weinberge angepflanzt, sondern auch diverse Obstanlagen wie etwa Kirsch- oder Apfelbäume. Tannenwälder prägen die Landschaft in einzelnen Abschnitten und machen die Nähe zum Schwarzwald erlebbar.

Die kräftigen und fruchtbaren Lösslehmböden sorgen dafür, dass der Rebstock optimal wachsen und gesunde Trauben erzeugen kann. In Teilen der Region haben sich Gesteinsverwitterungs- und Kalksedimente abgelagert und zu Böden verfestigt. Auch hier muss sich der Winzer auf die Standortbedingungen wie etwa den vorhandenen Boden, den Niederschlag oder die Sonnenstunden einstellen, um später eine hohe Qualität im Glas zu erzeugen. Doch bei rund 2.000 Sonnenstunden, einer hohen Jahresmitteltemperatur und ausreichend Niederschlägen ist ihm das wohl gesonnen. Auf Grund des milden Klimas, das durch warme Südwestwinde aus Frankreich begünstigt wird, ist das Markgräflerland auch als „Deutsche Toskana“ bekannt.

Gutedel und Thermalbäder

Am letzten Freitag im April findet der Mülheimer Weinmarkt statt. Hier werden neben dem Gutedel auch regionale Produkte oder aktuelle Trends der Neuheiten der Weinwelt präsentiert. Die Bekanntgabe der Siegerweine- und betriebe des alljährlich stattfindenden Gutedelcups ist dabei ein Programmpunkt, den man bei einem Besuch auf keinen Fall darf.

Die Thermalbäder im Kurort Bad Bellingen, Badenweiler und Bad Krozingen werden von Jung und Alt gerne besucht - entweder zum Aquagym oder zum Entspannen in einem der vielen Thermenbecken.

Die Wanderlustigen haben die Möglichkeit mit dem „Margkräfla Wiiwegle“ (dem Markgräfler Weinweg) die Region von Ort zu Ort zu erkunden. Dabei sind auf der Strecke Tafeln angebracht, auf denen Fabeln, amüsante Geschichten und Informationen über die Tradition der Region nachzulesen sind. Anlässlich des Gutedelwandertages schließen sich die Winzer und Genossenschaften des Markgräflerlandes zusammen und versorgen die Wanderer entlang der Wege mit Spezialitäten der Region.

Was macht das Markgräflerland so einzigartig? Oh, auf diese Frage gibt es nicht DIE Antwort - besser: es gibt sehr viele! Eine Besonderheit ist etwa, dass dieser Bereich direkt am... mehr erfahren »
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Was macht das Markgräflerland so einzigartig?

Oh, auf diese Frage gibt es nicht DIE Antwort - besser: es gibt sehr viele! Eine Besonderheit ist etwa, dass dieser Bereich direkt am Dreiländereck liegt: Deutschland, Frankreich und die Schweiz treffen sich bei Basel beziehungsweise Lörrach auf der deutschen Seite. Über ein „Bonjour!“ oder „Grüezi!“ grüßen die Markgräfler mit einem „Hallo“ oder „Salü“ zurück, je nach Dialekt. Im Markgräflerland weitet sich die Rheinebene. Im Osten begrenzt durch den Schwarzwald und im Westen durch den Rhein hat die Region eine Breite von ca. 30 Kilometer und bietet viel Anbaufläche für Wein- und Obstbau. Besonders Spargel und Erdbeeren genießen neben dem markgräfler Wein überregionale Beliebtheit. Viele bringen mit der Region die Weißweinsorte Gutedel in Verbindung, denn die Rebsorte wird nur in diesem Bereich Badens kultiviert.

„Die badische Spezialität“

Stolze 3.006 Hektar Rebfläche bewirtschaften hier die Winzer. Allerdings liegt der Fokus nicht auf der Burgunder-Familie, sondern auf der Rebsorte Gutedel. Neben einem kleinen Anteil im Anbaugebiet Saale-Unstrut liegen die Weinberge dieser Rebsorte ausschließlich zwischen Basel und Freiburg auf 1.100 Hektar der bestockten Flächen. Dies ist mehr als ein Drittel der Gesamtrebfläche des Markgräflerlandes!

Gutedel damals und heute - zur Geschichte der Rebsorte

Die Winzer blicken auf 2.000 Jahre Weinbautradition zurück: bereits die Römer genossen die Tage in Kaiser- und Soldatenbädern mit einem Gläschen Wein. Im 16. Jahrhundert war in Frankreich von einem „Chasselas“ die Rede, also einem Synonym des Gutedels. Diese Rebsorte wurde zum ersten Mal in Franken und Württemberg urkundlich angebaut, bis sie 1780 den Weg ins Markgräflerland fand. Der badische Markgraf Karl Friedrich von Baden brachte den Gutedel aus den schweizerischen Vevrey in die Region, welche bis heute als etwas ganz Besonderes gilt.

Hügel, soweit das Auge reicht. Landschaft, Klima und Boden

Bereits Johann Wolfgang von Goethe erkannte schon die wichtige Bedeutung des markgräfler Weines und sagte einmal: „[…] ein glückliches Land, wo der Wein vor der Kulisse des Schwarzwaldes reift!“. Hier sieht man Hügel zwischen 230 und 480 Metern, die teilweise nahtlos in die Schwarzwaldberge im Osten übergehen und westlich zum Rhein sanft abfallen. Dieses Landschaftsbild schützt die Rebe oft vor zu kalten Winden. Daher sind in diesem Teilbereich Badens nicht nur Weinberge angepflanzt, sondern auch diverse Obstanlagen wie etwa Kirsch- oder Apfelbäume. Tannenwälder prägen die Landschaft in einzelnen Abschnitten und machen die Nähe zum Schwarzwald erlebbar.

Die kräftigen und fruchtbaren Lösslehmböden sorgen dafür, dass der Rebstock optimal wachsen und gesunde Trauben erzeugen kann. In Teilen der Region haben sich Gesteinsverwitterungs- und Kalksedimente abgelagert und zu Böden verfestigt. Auch hier muss sich der Winzer auf die Standortbedingungen wie etwa den vorhandenen Boden, den Niederschlag oder die Sonnenstunden einstellen, um später eine hohe Qualität im Glas zu erzeugen. Doch bei rund 2.000 Sonnenstunden, einer hohen Jahresmitteltemperatur und ausreichend Niederschlägen ist ihm das wohl gesonnen. Auf Grund des milden Klimas, das durch warme Südwestwinde aus Frankreich begünstigt wird, ist das Markgräflerland auch als „Deutsche Toskana“ bekannt.

Gutedel und Thermalbäder

Am letzten Freitag im April findet der Mülheimer Weinmarkt statt. Hier werden neben dem Gutedel auch regionale Produkte oder aktuelle Trends der Neuheiten der Weinwelt präsentiert. Die Bekanntgabe der Siegerweine- und betriebe des alljährlich stattfindenden Gutedelcups ist dabei ein Programmpunkt, den man bei einem Besuch auf keinen Fall darf.

Die Thermalbäder im Kurort Bad Bellingen, Badenweiler und Bad Krozingen werden von Jung und Alt gerne besucht - entweder zum Aquagym oder zum Entspannen in einem der vielen Thermenbecken.

Die Wanderlustigen haben die Möglichkeit mit dem „Margkräfla Wiiwegle“ (dem Markgräfler Weinweg) die Region von Ort zu Ort zu erkunden. Dabei sind auf der Strecke Tafeln angebracht, auf denen Fabeln, amüsante Geschichten und Informationen über die Tradition der Region nachzulesen sind. Anlässlich des Gutedelwandertages schließen sich die Winzer und Genossenschaften des Markgräflerlandes zusammen und versorgen die Wanderer entlang der Wege mit Spezialitäten der Region.