Elbling als die Nummer 1

Das Moseltor ist mit 116 Hektar der südlichste und zugleich kleinste Bereich der Mosel. Als einziger Bereich besteht er lediglich aus einer Großlage, dem „Schloss Bübingen“. Diese ist in sechs Einzellagen unterteilt: dem Perler Hasenberg und St. Quiriniusberg, in Sehndorf stehen die Weinberge auf dem Kloster- und Marienberg. Die Nenninger Einzellagen sind der Römer- und Schlossberg. Eigentlich ist die Mosel über alle Grenzen für ihren Riesling bekannt, der ja auch den Rebsortenspiegel an der Mosel anführt. Allerdings ist das hier ein wenig anders. Die Tradititonsrebsorte Elbling ist seit Jahrhunderten die Nummer Eins und ist es auch weiterhin mit derzeit 26% Flächenanteil. Dem Elbling folgt der Ruländer, Auxerrois, Weißburgunder und schließlich mit 6% der Riesling.

Gemeinsam mit der Obermosel bildet das Moseltor die Region „südliche Weinmosel“

Mosel auf saarländischem Gebiet

Das Moseltor besteht aus der Gemeinde Perl mit den Ortsteilen Nennig und Sehndorf, die nicht geschlossen nebeneinanderliegen. Alle drei gehören politisch gesehen zum Saarland. Das widerlegt die Ansicht, dass die Mosel zu 100% rheinland-pfälzisch ist.

Immer mehr Flächen werden flurbereinigt und prägen damit intensiv das Landschaftsbild. Wenn die Winzer eine Flurbereinigung vornehmen, dann entscheiden sie sich dazu aus Steillagen Terrassenflächen zu machen. Dafür müssen alle betroffen Winzer, denen die Fläche gehört, einverstanden sein. Meistens wird das erst bei einer Fläche von mehreren Hektar gemacht, da es mit viel Kosten, Ertragsausfall während Umbauzeit und Neupflanzungen von Anlagen zusammenhängt. Terrassenanlagen haben viele bedeutende Vorteile: Die Flächen können mit dem Traktor bewirtschaftet werden. Sehr oft legen die Winzer ein geschlossenes Bewässerungssystem unter die Erde für den Fall, dass der ersehnte Regen nicht zur gewünschten Zeit kommt. Oft bekommen die Winzer eine große Weinbergsfläche zugeteilt, wo sie vorher viele kleine hatten. Dies spart Zeit und macht die Kultivierung um ein Vielfaches leichter.

Böden erzeugen fruchtige und elegante Weine

Das Moseltor ist Teil des Gutlandes. Das bedeutet, dass die Reben mit einem milden und gemäßigten Klima verwöhnt werden. Das Gutland zeichnet ertragsreiche Böden aus – kalkhaltige und lehmige Sedimentformationen wie Muschelkalk, Keuper und Lias bedecken die oberste Bodenschicht und drücken sich später im Wein mit einer umschmeichelnden Frucht und Eleganz aus.

Geschichte

Perl gehörte nach dem Krieg wie das ganze Saarland zu Frankreich. Klar, dass auf französischem Boden französisches Pflanzmaterial gehandelt und genauso französische Rebsorten angepflanzt werden. Das erklärt, warum der Riesling nicht wie an der restlichen Mosel die Nummer Eins ist. So dominieren bis heute Elbling & Co. die 116 Hektar Rebfläche.

Gemütliche Atmosphäre und liebevolle Gastgeber

Bei Nennig wurden bei Gartenarbeiten 1.852 Mosaiksteinchen zwischen Gras und Erde entdeckt. Dass sich dahinter der beste erhaltene Mosaikboden nördlich der Alpen verbirgt, wusste der Landwirt Peter Reuter noch nicht. Heute kann man diese Meisterwerke in dem Museum „römische Villa Nennig“ bestaunen.

Weinfestliebhaber kommen auch auf ihre Kosten. Am letzten Augustwochenende präsentieren die Nenniger Winzer ihre Weine beim Obermoselweinfest. Die Perler Winzer schaffen Ende Oktober beim Wein- und Kellerfest eine gemütliche Atmosphäre.

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Elbling als die Nummer 1

Das Moseltor ist mit 116 Hektar der südlichste und zugleich kleinste Bereich der Mosel. Als einziger Bereich besteht er lediglich aus einer Großlage, dem „Schloss Bübingen“. Diese ist in sechs Einzellagen unterteilt: dem Perler Hasenberg und St. Quiriniusberg, in Sehndorf stehen die Weinberge auf dem Kloster- und Marienberg. Die Nenninger Einzellagen sind der Römer- und Schlossberg. Eigentlich ist die Mosel über alle Grenzen für ihren Riesling bekannt, der ja auch den Rebsortenspiegel an der Mosel anführt. Allerdings ist das hier ein wenig anders. Die Tradititonsrebsorte Elbling ist seit Jahrhunderten die Nummer Eins und ist es auch weiterhin mit derzeit 26% Flächenanteil. Dem Elbling folgt der Ruländer, Auxerrois, Weißburgunder und schließlich mit 6% der Riesling.

Gemeinsam mit der Obermosel bildet das Moseltor die Region „südliche Weinmosel“

Mosel auf saarländischem Gebiet

Das Moseltor besteht aus der Gemeinde Perl mit den Ortsteilen Nennig und Sehndorf, die nicht geschlossen nebeneinanderliegen. Alle drei gehören politisch gesehen zum Saarland. Das widerlegt die Ansicht, dass die Mosel zu 100% rheinland-pfälzisch ist.

Immer mehr Flächen werden flurbereinigt und prägen damit intensiv das Landschaftsbild. Wenn die Winzer eine Flurbereinigung vornehmen, dann entscheiden sie sich dazu aus Steillagen Terrassenflächen zu machen. Dafür müssen alle betroffen Winzer, denen die Fläche gehört, einverstanden sein. Meistens wird das erst bei einer Fläche von mehreren Hektar gemacht, da es mit viel Kosten, Ertragsausfall während Umbauzeit und Neupflanzungen von Anlagen zusammenhängt. Terrassenanlagen haben viele bedeutende Vorteile: Die Flächen können mit dem Traktor bewirtschaftet werden. Sehr oft legen die Winzer ein geschlossenes Bewässerungssystem unter die Erde für den Fall, dass der ersehnte Regen nicht zur gewünschten Zeit kommt. Oft bekommen die Winzer eine große Weinbergsfläche zugeteilt, wo sie vorher viele kleine hatten. Dies spart Zeit und macht die Kultivierung um ein Vielfaches leichter.

Böden erzeugen fruchtige und elegante Weine

Das Moseltor ist Teil des Gutlandes. Das bedeutet, dass die Reben mit einem milden und gemäßigten Klima verwöhnt werden. Das Gutland zeichnet ertragsreiche Böden aus – kalkhaltige und lehmige Sedimentformationen wie Muschelkalk, Keuper und Lias bedecken die oberste Bodenschicht und drücken sich später im Wein mit einer umschmeichelnden Frucht und Eleganz aus.

Geschichte

Perl gehörte nach dem Krieg wie das ganze Saarland zu Frankreich. Klar, dass auf französischem Boden französisches Pflanzmaterial gehandelt und genauso französische Rebsorten angepflanzt werden. Das erklärt, warum der Riesling nicht wie an der restlichen Mosel die Nummer Eins ist. So dominieren bis heute Elbling & Co. die 116 Hektar Rebfläche.

Gemütliche Atmosphäre und liebevolle Gastgeber

Bei Nennig wurden bei Gartenarbeiten 1.852 Mosaiksteinchen zwischen Gras und Erde entdeckt. Dass sich dahinter der beste erhaltene Mosaikboden nördlich der Alpen verbirgt, wusste der Landwirt Peter Reuter noch nicht. Heute kann man diese Meisterwerke in dem Museum „römische Villa Nennig“ bestaunen.

Weinfestliebhaber kommen auch auf ihre Kosten. Am letzten Augustwochenende präsentieren die Nenniger Winzer ihre Weine beim Obermoselweinfest. Die Perler Winzer schaffen Ende Oktober beim Wein- und Kellerfest eine gemütliche Atmosphäre.