Süß, süßer, Steigerwald…

Die sonnenverwöhnten Rebflächen des fränkischen Weinbaubereichs Steigerwald erstrecken sich von Sand am Main im Norden bis ins südliche Bad Windsheim und Burg Hoheneck. Der Steigerwald zählt zu den Weinregionen Deutschlands mit den höchsten jährlichen Durchschnittsmostgewichten. Als Mostgewicht bezeichnet der Winzer den Zuckergehalt des unvergorenen Traubensafts zum Zeitpunkt der Lese.

Entstehung der Aromen

Hier stehen die südlichsten Weinberge von ganz Franken – nebenbei reifen Jahr für Jahr Weine mit Weltklassequalität heran. Tropfen vom Iphofer Kalb, Iphofer Kronsberg oder Iphofer Julius-Echter-Berg haben das Privileg ihre Primäraromen an Steillagen zu entwickeln. Primäraromen sind die Aromen, die sich in der Beere bereits im Weinberg bilden. Sekundäraromen entstehen im Keller und von den Tertiäraromen spricht der Winzer, wenn er den fertigen Wein im Glas verkostet. Die Namensgebung der Einzellage „Julius-Echter-Berg“ stammt von Hans Wirsching, einem bekannten fränkischen Winzer. Er ließ sich von der Geschichte des Julius Echter von Mespelbrunn inspirieren.

Der „fränkische Vater des Silvaners“

Nach den Römern schenkten die Klöster ihre Aufmerksamkeit der Kultivierung von Weintrauben. Im 12. Jahrhundert ballte sich das Weinwissen im Zisterzienserkloster Ebrach. Einer der Äbte hatte ca. 400 Jahre später regen Kontakt mit dem Kloster Rein in Österreich: Albrich Degen reiste oft zwischen Ebrach und Rein hin und her. Neben geistigen Themen interessierte er sich stark für den Weinbau. So fiel ihm die Silvanerrebe auf, die er vermutlich als Ableger nach Franken mitbrachte. Bis heute pochen die Steigerwälder darauf, dass sie die ersten Silvaner von Franken und ganz Deutschland angepflanzt haben.

Gipskeuper + Südlagen = auffälliger Frankenwein

Im Steigerwald können die Reben in einer langen Vegetationszeit heranreifen, ihre wertvollen Aromen und Säuren bilden. Zudem nehmen sie Mineralstoffe aus den Gipskeuperformationen auf, die sich später positiv im Wein bemerkbar machen. Keuperböden bestehen hier aus zahlreichen aneinander- und aufeinanderliegenden Blättchen. Sie speichern die Tageswärme hervorragend und können diese nachts der Rebe abgeben. Oft treten Spätfröste im April oder Mai auf, die die jungen Rebtriebe erfrieren lassen und die ganze Ernte bedrohen. Um diese Gefahr zu minimieren pflanzen die Winzer ihre Reben auf geschützten Weinbergen an. Waldsäume oder Eichenwälder nahe der Weinberge sind keine Seltenheit, da sie kühle Einflüsse abschirmen.

Eine Besonderheit der fränkischen Bodentypen ist der grüne Mainsandstein. Bei Sand am Main bereichert er auf acht Kilometern die Bodenvielfalt.

Ganz Franken in einer Region

Wo drei fränkische Regierungsbezirke aufeinandertreffen spiegelt sich ganz Franken in einer Region wider. Doch der größte Teil ist das Naturparkgebiet mit der ältesten Buche Deutschlands. Im Westen fällt der Steigerwald in sanften Hügeln zum Main ab. Weinbergshäuschen, die von kleinen Weinbergsparzellen umrandet sind, sind typisch und prägen das Landschafsbild des Bereichs. Auf dem Schwanberg im Süden der Region wird auch dem letzten Zweifler klar, dass der Steigerwald eine der schönsten Regionen Deutschlands ist.

Urlaub vom Alltag

Von Bad Windsheim bis Bamberg geht die Panoramaaussicht auf dem Steigerwald-Panoramaweg weiter, die bei Schwanberg begonnen hat. Der ganze Bereich ist mit einem gut ausgeschilderten Rad- und Wanderwegnetz ausgestattet. Ein Tagestrip bietet sich genauso gut an, wie eine ganzer Wochenbesuch. Selbst das reicht nicht, um die ganzen Angebote zu nutzen und alle Weingüter zu besichtigen.

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Süß, süßer, Steigerwald…

Die sonnenverwöhnten Rebflächen des fränkischen Weinbaubereichs Steigerwald erstrecken sich von Sand am Main im Norden bis ins südliche Bad Windsheim und Burg Hoheneck. Der Steigerwald zählt zu den Weinregionen Deutschlands mit den höchsten jährlichen Durchschnittsmostgewichten. Als Mostgewicht bezeichnet der Winzer den Zuckergehalt des unvergorenen Traubensafts zum Zeitpunkt der Lese.

Entstehung der Aromen

Hier stehen die südlichsten Weinberge von ganz Franken – nebenbei reifen Jahr für Jahr Weine mit Weltklassequalität heran. Tropfen vom Iphofer Kalb, Iphofer Kronsberg oder Iphofer Julius-Echter-Berg haben das Privileg ihre Primäraromen an Steillagen zu entwickeln. Primäraromen sind die Aromen, die sich in der Beere bereits im Weinberg bilden. Sekundäraromen entstehen im Keller und von den Tertiäraromen spricht der Winzer, wenn er den fertigen Wein im Glas verkostet. Die Namensgebung der Einzellage „Julius-Echter-Berg“ stammt von Hans Wirsching, einem bekannten fränkischen Winzer. Er ließ sich von der Geschichte des Julius Echter von Mespelbrunn inspirieren.

Der „fränkische Vater des Silvaners“

Nach den Römern schenkten die Klöster ihre Aufmerksamkeit der Kultivierung von Weintrauben. Im 12. Jahrhundert ballte sich das Weinwissen im Zisterzienserkloster Ebrach. Einer der Äbte hatte ca. 400 Jahre später regen Kontakt mit dem Kloster Rein in Österreich: Albrich Degen reiste oft zwischen Ebrach und Rein hin und her. Neben geistigen Themen interessierte er sich stark für den Weinbau. So fiel ihm die Silvanerrebe auf, die er vermutlich als Ableger nach Franken mitbrachte. Bis heute pochen die Steigerwälder darauf, dass sie die ersten Silvaner von Franken und ganz Deutschland angepflanzt haben.

Gipskeuper + Südlagen = auffälliger Frankenwein

Im Steigerwald können die Reben in einer langen Vegetationszeit heranreifen, ihre wertvollen Aromen und Säuren bilden. Zudem nehmen sie Mineralstoffe aus den Gipskeuperformationen auf, die sich später positiv im Wein bemerkbar machen. Keuperböden bestehen hier aus zahlreichen aneinander- und aufeinanderliegenden Blättchen. Sie speichern die Tageswärme hervorragend und können diese nachts der Rebe abgeben. Oft treten Spätfröste im April oder Mai auf, die die jungen Rebtriebe erfrieren lassen und die ganze Ernte bedrohen. Um diese Gefahr zu minimieren pflanzen die Winzer ihre Reben auf geschützten Weinbergen an. Waldsäume oder Eichenwälder nahe der Weinberge sind keine Seltenheit, da sie kühle Einflüsse abschirmen.

Eine Besonderheit der fränkischen Bodentypen ist der grüne Mainsandstein. Bei Sand am Main bereichert er auf acht Kilometern die Bodenvielfalt.

Ganz Franken in einer Region

Wo drei fränkische Regierungsbezirke aufeinandertreffen spiegelt sich ganz Franken in einer Region wider. Doch der größte Teil ist das Naturparkgebiet mit der ältesten Buche Deutschlands. Im Westen fällt der Steigerwald in sanften Hügeln zum Main ab. Weinbergshäuschen, die von kleinen Weinbergsparzellen umrandet sind, sind typisch und prägen das Landschafsbild des Bereichs. Auf dem Schwanberg im Süden der Region wird auch dem letzten Zweifler klar, dass der Steigerwald eine der schönsten Regionen Deutschlands ist.

Urlaub vom Alltag

Von Bad Windsheim bis Bamberg geht die Panoramaaussicht auf dem Steigerwald-Panoramaweg weiter, die bei Schwanberg begonnen hat. Der ganze Bereich ist mit einem gut ausgeschilderten Rad- und Wanderwegnetz ausgestattet. Ein Tagestrip bietet sich genauso gut an, wie eine ganzer Wochenbesuch. Selbst das reicht nicht, um die ganzen Angebote zu nutzen und alle Weingüter zu besichtigen.